Tag Frieden

  • Der Oliv-Index

    Filmszene: Revue-Bühne mit Tänzerinnen und Sänger in Uniform und Monokel

    Die Staudte-Verfilmung von Klaus Manns Untertan (DDR 1951) illustriert die militarisierte Gesellschaft durch eine Revuenummer, in der Frauen mit Pickelhauben zu uniformiertem Gesang von der „Elite der Nation“ halb tanzen, halb marschieren. Olivindex: 1. (Rechte bei… na ja, wer immer den DEFA-Kram halt gekauft hat.)

    Wer in den frühen 1990er …

  • „Sackgasse Aufrüstung“ mit Jürgen Wagner

    Modern anmutendes Plakat: "Gold gab ich zur Wehr, Eisen nahm ich zur Ehr"

    Dass auch avantgardistisch orientierte Menschen im ersten Weltkrieg die große Knochenmühle mit ihrer Kreativität unterstützten, zeigt, so finde ich, dieses im Technischen Museum Wien ausgestellte zeitgenössische Plakat. Aber dazu später.

    Gestern war Jürgen Wagner von der großartigen Informationsstelle Militarisierung (IMI) in Heidelberg und hat über „Krieg gegen die Ukraine – Russlands …

  • Erfolgskriterien

    Eine regelmäßige Leserin dieser Seiten hat mir zur Frage, wie sich im Augenblick Menschenleben gegen nationale Größe vergleichen eine Collage aus der taz vom 22. März geschickt. Da sie die sich aus dieser Abwägung ergebenden Maßstäbe für Erfolg schön beleuchtet, gebe ich das Dokument hier gerne weiter

  • Cat Content für die Aufrüstung

    Zwei Kriegsfotos mit Katzen, montiert

    Bilder aus der Tagesschau vom 9.3.2022 und (Inset) aus der taz vom 14.3.2022: Cat content geht immer – leider offenbar auch, wenn patriotische Emotion Tötungshemmung überwinden helfen soll (Rechte bei der ARD bzw. der taz)

    Einem militanten Pazifist wie mir geht das Herz derzeit natürlich oft auf …

  • Nicht schon wieder!

    Ich habe heute an einer Kundgebung, nun, gegen den Krieg in der Ukraine auf dem Heidelberger Uniplatz teilgenommen, und zwar so:

    DemoteilnehmerIn mit Schild: „1914 – 2022 – Nicht schon wieder Kriegskredite”

    Ich kann leider nicht sagen, dass ich mich in der großen Menge – es werden so um die 1000 Menschen gekommen sein – sonderlich wohl gefühlt hätte, schon, weil fast alle …

  • Stahlhelmdiplomatie

    Was früher Kanonenbootdiplomatie war, hat sich heute offenbar zu Stahlhelmdiplomatie entwickelt. Einerseits, weil „wir“ welche in die Ukraine liefern, statt den Mist, den wir mit unserer Zündelei dort angerichtet haben, etwas zu entspannen. Andererseits, weil die Außenministerin – die „Chefdiplomatin“ also – sich ernsthaft martialisch in den Abendnachrichten zeigt, und zwar sozusagen …

  • Patriotische Raison

    Die heutige Presseschau im Deutschlandfunk war mal wieder niederschmetternd.

    Zum Afghanistan-„Zapfenstreich“ gestern fällt der taz gerade noch ein, es sei „eher“ ein „Kuriosum“, während die anderen Blätter sich noch fester hinter ihrer Armee versammeln:

    • Es wäre in Afghanistan ja sonst noch viel schlimmer gewesen (Volksstimme); angesichts der tatsächlichen Verhältnisse …
  • Vom Töten und Massenschlachten

    Heute morgen hat der Deutschlandfunk das IMI-Urgestein Tobias Pflüger interviewt (Informationen am Morgen, 14.9.), und die Art, in der der Interviewende versucht hat, Tobias dazu zu bringen, sich für einen „Mangel“ an Bellizismus zu entschuldigen, war erwartbar empörend. Umgekehrt aber war Tobias schon sehr zahm, verglichen jedenfalls mit …

  • Wenn LektorInnen schlafen

    Als jemand, dem es schon in der BRD zu frömmelnd zugeht, bin ich ziemlich sicher nicht in Gefahr, allzu große Sympathien für die neue afghanische Regierung („Taliban“) zu hegen. Und trotzdem schmerzt so gut wie die gesamte Berichterstattung über das Regime, gerade im Vergleich zum doch recht gemäßigten Umgang mit …

  • Monströse Drohungen

    Titelseite des TPNW

    Heute ist ein historischer Tag. Denn endlich – nach über drei Jahren Ratifizierungsprozessen in verschiedenen Ländern – tritt der Atomwaffenverbotsvertrag TPNW in Kraft. Ab heute bricht Völkerrecht, wer Nuklearwaffen baut, besitzt oder mit ihrem Einsatz droht.

    Da sich die Bundesregierung nicht nehmen lässt, Atombomen werfen zu können („Nukleare Teilhabe“), denkt sie natürlich …

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